Stadtwerke aktuell
2.2021
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Kleiner Manager im Zählerkasten

Energiemanagementsysteme helfen dabei, den zu Hause erzeugten Strom effizient zu speichern und zu nutzen.

Energiemanagementsysteme (EMS) sind in der Regel Mini-Computer, die Energieströme im Haus erfassen und analysieren. Sie erkennen das Einsparpotenzial bei allen mit Strom betriebenen Geräten, auch für Warmwasser und die Heizung. Das spart Kosten und ist gut fürs Klima. Wer beispielsweise eine Solarstromanlage besitzt und den Solarstrom besser nutzen möchte: Hier sorgt das EMS durch eine intelligente Verteilung des Stroms für einen optimalen Eigenverbrauch. 

Daten aufs Tablet 
Der kleine Energiemanager sitzt meist im Zählerkasten, wo bereits viele Messdaten zusammenfließen. Je nach Umfang des Systems werden weitere Daten erfasst, wie etwa von der Solarstromanlage oder der Wärmepumpe. Auf einem Tablet oder Smartphone lassen sich die Daten aufbereitet ansehen und einzelne Geräte im Haus entsprechend steuern. 

Für das Einspeisen von Solarstrom ins öffentliche Stromnetz gibt es eine deutlich geringere Vergütung im Vergleich zum üblichen Strompreis, den Verbraucher zahlen. Es lohnt sich also, den Eigenverbrauch zu erhöhen – ein Energiemanagementsystem erreicht dabei eine Steigerung von rund 10 bis 20 Prozent.

System mit Zukunft 
Das EMS ist also insbesondere für alle interessant, die eine eigene stromerzeugende Anlage betreiben, eine strombasierte Heizung nutzen oder ein E-Fahrzeug besitzen. Aber es spart auch direkt Energie: So werden Elektrogeräte mit einem hohen Stand-by-Verbrauch automatisch erkannt und ausgeschaltet.

Tipp: Künftig werden Energiemanagementsysteme noch wichtiger. In ihrem Klimaschutz-Sofortprogramm für 2022 plant die Bundesregierung unter anderem eine Pflicht für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen bei Neubauten und größeren Dachsanierungen.