Stadtwerke aktuell
3.2022
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Gas- und Wärmepreise treten auf die Bremse

Eine Entlastung der Gas- und Wärmekunden ist geplant: Zunächst soll der Staat die Dezember-Abschläge übernehmen und im März folgt die Preisbremse.

Zur Abfederung der hohen Preise fällt auf Gas und Wärme bereits seit Oktober weniger Umsatzsteuer an, und zwar sieben statt 19 Prozent. Zuletzt hat eine Expertenkommission ein zweistufiges Entlastungsverfahren für Privathaushalte sowie klein- und mittelständische Unternehmen vorgeschlagen. Dies wird von der Bundesregierung geprüft, deshalb besteht zum aktuellen Zeitpunkt sowohl für die Stadtwerke Bad Bramstedt als auch für unsere Kunden noch kein Handlungsbedarf. Selbstverständlich berücksichtigen wir alle staatlichen Entlastungsmaßnahmen bei unserer kommenden Preisgestaltung. 

Und dies plant die Bundesregierung: 

Erster Schritt: 
Abschlagsübernahme geplant

Der Staat übernimmt die Abschlagszahlungen der Gas- und Fernwärmekunden für diesen Dezember, das heißt die Energieversorger verzichten auf die Erhebung der Dezember-Monatsrate. Auf diese Weise wolle man auch die zu erwartenden hohen Abschlagszahlungen im Januar und Februar 2023 teilweise ausgleichen. 

Zweiter Schritt:
Preisdeckel für Grundmenge

Ab Anfang März 2023 bis mindestens April 2024 soll eine Gas- und Wärmepreisbremse greifen. Diese sieht für eine Grundmenge an Gas einen staatlich garantierten Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde vor – inklusive aller staatlichen Preisbestandteile. Oberhalb des Kontingentes sollen Marktpreise gelten. Bei Wärmekunden sind es 95 Euro pro Megawattstunde.  Über das Ergebnis aus den Beratungen der Expertenkommissionen werden wir in der nächsten Ausgabe der Stadtwerke aktuell berichten.