Neue Heizanlagen müssen ab kommenden Sommer mit einem Mindestanteil an grüner Energie betrieben werden.
Wer in seinem vor 2009 gebauten Haus in Schleswig-Holstein die Heizung austauschen will, muss bei der Wärmeversorgung ab Juli 2022 auch auf erneuerbare Energien setzen. Konkret heißt das: Mindestens 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der neuen Heizung müssen dann durch Ökoenergie gedeckt werden.
Die Vorgabe wurde im November durch die Kieler Landesregierung beschlossen und ist Teil des neuen Energiewende- und Klimaschutzgesetzes. Ziel ist es, die CO2-Emissionen weiter zu senken.
Weniger Heizenergie = sinkender CO₂-Ausstoß
Mit fünf einfachen Maßnahmen lassen sich die Energiekosten senken und das Klima schonen – ohne zu frieren.
1.Elektronische Thermostate
Programmierbare Thermostate mit Nachtabsenkung legen das punktgenaue Hoch- und Herunterfahren der Heizung fest.
2.Heizkörper entlüften
Gluckert der Heizkörper? Dann ist vielleicht Luft drin – und die muss raus. Entlüftungsschlüssel gibt es im Baumarkt oder beim Hausmeister.
3.Fenster abdichten, Rollos und Vorhänge schließen
Heizwärme darf nicht ungenutzt entweichen: Mit Dichtungsband lassen sich Fensterrahmen leicht abdichten. Jalousien sowie Rollläden helfen auch als Isolierungsschicht.
4.Sparduschköpfe nutzen
Viel warmes Wasser verbraucht viel Heizenergie. Clevere Duschköpfe lassen weniger Wasser durch oder mischen dem Wasser Luft bei – sauber wird man trotzdem.
5.Heizungsrohre isolieren
Über ungedämmte Rohre geht viel Energie verloren, bevor sie die Heizung erreicht. Rohrschalen gibt es günstig im Baumarkt. Einfach zurechtschneiden und mit Klebeband befestigen.
Tipp: Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Dabei hilft das Fachhandwerk in der Nähe.